Thoughts are sometimes like whitecaps

no matter on beer or waves
2015 NaNoWriMo

NaNoWriMo – Donate for Library Builders

Check out my fundraising page for National Novel Writing Month on Classy.org https://www.classy.org/cocobijou

I am fundraising on behalf of National Novel Writing Month, a 501(c)(3) nonprofit that believes all stories matter.

I’m currently participating in NaNoWriMo, where I’m writing a 50,000-word novel draft during November. (Yes, really.) Please contribute to my fundraising page to:

  • Encourage me to finish my writing project. Your contribution will keep me accountable and invested!
  • Help me and my fellow novelists find ourselves through creativity. Donations go toward keeping sites and programs running for all writers. (See more about the nonprofit below!)

Throughout the year, National Novel Writing Month welcomes nearly 500,000 writers (like me!) to start creative projects. They value:

  • Diversity. They support writers of all ages and backgrounds, from over 200 countries around the world.
  • Empowerment. Their projects help people learn what they can accomplish when they’re determined.
  • Community. They encourage participants to form and sustain creative communities, both on- and off-line.

Here is an excerpt from the already written (sorry, it’s in german only):

Während sie in diese blauen Augen schaute, die sie groß ansahen, war in ihrem Kopf in diesem Moment zum ersten Mal unbeschreibliches Glück. Zum ersten Mal fühlte Florentine, dass sie wieder vollständig war und dass sie hier und jetzt etwas gefunden hatte, was sie wollte und brauchte. Etwas, was sie mit der Vergangenheit aussöhnte und sie dazu befähigte, besser zu sein, besser zu werden.
Das hier würde ihr niemand wegnehmen, würde niemand ihr kaputt machen. Vor allem nicht der Erzeuger des Kindes. Viele hatten ihr nahe gelegt, das Kind abtreiben zu lassen, ihr Leben damit nicht zu zerstören. Doch das hatte sie nicht gekonnt. Dieses Mädchen war ihre letzte Verbindung zu dem Mann, der ihr Herz hatte besessen und dann zerstört. Dieses Mädchen war alles, was sie an eine Zeit erinnern würde, in der sie ein absolutes Glück gefühlt hatte.
Sanft strich sie über den kleinen Kopf. Alle Schmerzen, die sie in den letzten Stunden, Wochen und Monaten durchgemacht hatte, waren vergessen, denn sie waren nur das Vorspiel zu einem riesigen Wunder gewesen. Das Wunder einer Geburt, ein neues Leben, das unbedingt auf diese Welt wollte und nun leise ächzte in ihren Armen und sie einfach nur ansah. Zum ersten Mal seit einer sehr langen Zeit hatte Florentine wieder das Gefühl, sie hätte etwas richtig gemacht, vollkommen richtig und es war perfekt! Das war ein verdammt gutes Gefühl, von dem sie hoffte, es würde noch lange anhalten.

Eines schwor sich Florentine in diesem Augenblick. Niemals würde sie ihrer Emilia das Gefühl geben, nicht perfekt zu sein, nicht gut genug zu sein, nicht richtig zu sein. Und vor allem würde sie ihr niemals das Gefühl geben, nicht gewollt zu sein oder nicht geliebt zu werden. Denn sie wusste schon jetzt, dass dieses kleine, perfekte, vollkommen gesunde Wesen einen schweren Stand haben würde, auch wenn sie gleichzeitig darum betete, dass es nicht so sein würde.
Die Tränen, die Flo in diesem Augenblick vergoss, waren daher nicht unbedingt Tränen der Freude, sondern Tränen des inneren Seelenschmerzes, den sie so oft empfand, seit sie aus Italien wieder zurück war. Das Team aus Ärztin, Hebamme und Schwestern deutete es jedoch anders, denn wenn die junge Frau mittlerweile eines war, dann eine perfekte Schauspielerin.
Sie hatte verlernt zu verbergen, was in ihr wirklich vorging, damit niemand mehr sie so mitleidig ansah. Sie wollte nicht mehr hören, dass es immer Zeit für eine neue Liebe gab. Dass sie jemanden anderes, besseres finden würde. Sie wollte niemanden anderes. Niemanden besseres. Sie hatte immer nur Dorian gewollt.
Sie sah auf ihr kleines Mädchen und tausend Ängste kamen in ihr hoch. Ängste, die wohl jede Mutter empfand, wenn sie das erste Mal ihr Kind im Arm hatte, wenn es aus ihrer Brust trank und sie dabei nur an die Zukunft dachte und daran, was alles schief gehen konnte oder sogar an sich selbst dabei zweifelte. Zweifel, die über die letzten Monate hinweg in ihr aufgebaut hatten. Zweifel, die sie sich selbst auferlegt hatte, denn ihr Selbstvertrauen, ihr Mut, all das war ins Wanken geraten und zerstört worden. Immer wenn sie die Augen schloss, verfolgten sie diese Blicke voller Verachtung. Blicke, in denen vorher so viel Liebe gelegen hatte, so viel Zuneigung.
Ihre Augen beobachteten jede Regung des Mädchens, welches sie genauso aufmerksam beobachtete. Sie wussten beide nicht, was sie von einander halten sollten, wie es schien. Es war, als ob die kleine Emilia gerade genausten überlegte, ob das jetzt die Mutter war, die sie unbedingt haben wollte. Als ob sie überlegte, ob sie hier, bei dieser Frau mit den roten Haaren, dem viel zu blassen Gesicht und den Augenringen unter den Augen wirklich sicher war. Und Florentine selber konnte ihr diese Antwort gerade nicht geben, denn unter dem prüfenden Blick des Babys, kam die eigene Unzulänglichkeit nur noch deutlicher zu tage. Und kurz fragte sie sich, was sie sich nur dabei gedacht hatte, zu denken, dass sie ein Baby alleine aufziehen könnte. Ein Kind zu einem vernünftigen, perfekten Menschen machen würde, ohne den dazugehörigen, passenden Vater. Was hatte sie sich dabei gedacht, eine Mutter zu sein, wenn sie es nicht mal mehr hinbekam, ein Mensch zu sein.
Diese Aussage war vielleicht hart, war vielleicht merkwürdig, aber es waren die Gedanken einer frischgebackenen Mutter, die selbst gerade mal am Rande ihres eigenen Lebens stand, auf einem Bein, wackelig und darauf hoffend, eines Tages fliegen zu können.

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