Welttag des Buches – und warum ich ohne Geschichten nicht die wäre, die ich bin
Ich lese nicht, weil es „schön“ ist.
Ich lese, weil ich es brauche.
Es gibt Tage, da ist der Kopf zu laut, das Leben zu viel, die Gedanken zu eng.
Und dann ist ein Buch kein Hobby – sondern der einzige Ort, an dem ich wieder atmen kann.
Bücher sind kein Eskapismus im Sinne von Weglaufen.
Sie sind der Ort, an dem du Dinge durchstehst, für die dir im echten Leben oft die Worte fehlen.
Sie geben dir Raum.
Und manchmal retten sie dich genau dann, wenn du selbst nicht mehr weißt, wie.
Und dann ist da Fantasy.
Nicht die glitzernde Version.
Sondern die, die weh tut.
Die, in der Figuren fallen, zweifeln, kämpfen – und trotzdem weitermachen.
Die, in der Dunkelheit nicht verschwindet, sondern durchlebt werden muss.
Vielleicht liebe ich Fantasy genau deshalb.
Weil sie ehrlich ist.
Weil sie zeigt, dass Stärke nichts mit Perfektion zu tun hat.
Sondern mit Weitermachen.
Wenn du also heute – am Welttag des Buches – ein Buch in die Hand nimmst, dann tu es nicht, weil man das so macht.
Tu es, weil du vielleicht genau dort etwas findest,
das dir gerade im echten Leben fehlt.
Und irgendwann reicht es nicht mehr, nur zu lesen.
Irgendwann sind da Figuren in deinem Kopf, die nicht mehr still sind.
Die nicht mehr warten.
Die ihre eigene Geschichte verlangen.
So ist sie entstanden.
Elra.
Keine perfekte Heldin.
Keine strahlende Retterin.
Sondern jemand, der kämpft, zweifelt, sich selbst im Weg steht – und trotzdem weitergeht.
Vielleicht liebe ich sie genau deshalb.
Weil sie nichts beschönigt.
Weil sie fällt.
Weil sie Entscheidungen trifft, die wehtun.
Weil sie Dinge trägt, die sie nicht tragen will.
Und weil sie genau das tut, was wir alle irgendwann müssen:
Weitergehen, obwohl es leichter wäre, stehen zu bleiben.
Wenn du also verstehen willst, warum ich Fantasy nicht einfach „lese“ –
sondern fühle…
Dann lern sie kennen.
Deine Meinung dazu?